…oder wie der Fachmann sagt: “Scheiß Aschewolke!” Schon ein komisches Teil diese Wolke, zuerst hab ich gar nix mitbekommen, dann wusste ich’s, habs aber nirgendwo gesehen und mittlerweile führe ich quasi alles auf die Aschewolke zurück. Schlechte Sicht – Aschewolke. Mir ist kalt – Aschewolke. Hustenreiz – Aschewolke. Ein Sündenbock der vorbildlichsten Sorte. Und wie man weiß, schweißt ein Sündenbock zusammen. Von daher glaube ich, dass die Aschewolke langfristig gesehen allen gut tun könnte. Völkervereinigung im Zeichen des Aschewolkenhasses! So könnten endlich alle ihre Gemeinsamkeiten erkennen und sich auf ewig gut vertragen – gut, höchstens die Isländer sind evtl. raus, weil die mit dem Ding ja quasi unter einer Decke stecken, wobei das ja auch wieder nicht ganz stimmt, da die Aschewolke an sich ja schon die Decke ist. Daher die Frage: Kann man mit einer Decke unter einer Decke stecken? Wenn ja, wäre das in diesem Fall ja wohl die Atmosphäre und unter der stecken wir ja alle (ozonbelastete Gegenden jetzt partiell ausgenommen). Schlussendlich hätte also doch wieder jeder einen Grund, den anderen als suspektes Element zu begreifen. Vielleicht sollte man das mit der Aschewolke also doch lieber lassen, aber im Prinzip war es mal kein schlechter Ansatz…
…als die Scheine auf dem Dach, oder so. Mir ist nämlich heute mal wieder ein Alltagsdetail aufgefallen, über das ich mich vor kurzem schon auslassen wollte und da dachte ich mir, es wäre eine gute Möglichkeit den Blog wieder anzuschieben. Es gab sowieso erst kürzlich wieder Beschwerden über meine Inaktivität. Damit ist es jetzt mal wieder vorbei. Aber zurück zum Thema. Ich habe bemerkt, dass speziell jüngere Verkäufer/Kassenbedienstete (z.B. im Rewe oder der Tankstelle) eine besondere Form der Rückgeldherausgabe praktizieren. Schon zum wiederholten Male bekam ich zuerst den Schein in meine geöffnete Hand gelegt, auf dem danach das Kleingeld aufgetürmt wurde. Da ich in der anderen Hand für gewöhnlich meinen GeldbOItel halte, fällt es mir in diesen Situationen immer recht schwer, mit meiner einen Hand, die dazu noch durch den Schein quasi gestunned ist und keine rechte Map-Control über das Kleingeld zu erlangen vermag, einen vernünftigen Einsortiervorgang einzuleiten. Ich persönlich fände es deutlich angenehmer, zuerst das Kleingeld zu bekommen und dann den/die Schein/e zwischen Daumen und Zeigefinger zu nehmen, um diese zuerst einzuordnen, während ich die Münzen im Rest der Hand safe habe.
Bin ich mit dieser Sichtweise etwa ein Exot oder hat sich bislang noch keiner getraut, das anzusprechen? Oder kommt das eventuell sogar gar nicht so oft vor? Meiner Vermutung zufolge wird das mittlerweile bei der Ausbildung so gelehrt, wäre natürlich schön, wenn das jemand widerlegen/bestätigen könnte. Bin mal gespannt, ob jemand was zu diesem äußerst wichtigen Thema beitragen kann…
…oder wie der Atze heut so schön sagte:”Ich kraul jetzt mal.” Darauf ich:”Mich?” Und der Lacher auf tivem Niveau war perfekt. Und da habe ich mich durchaus nicht verschrieben, denn hinter diesem “[sic]” verbirgt sich die Essenz der Uratzischen Kommunikation (früher auch unter dem Namen “Urius und Atze erzählen sich was” bekannt), welche da lautet: primitiv und effektiv.
Aber mal abgesehen davon ist die Hauptaussage des obigen Absatzes eigentlich die, dass Atze und ich heute um 8 Uhr morgens im Schwimmbad waren! Starke Leistung von uns, zumal wir uns mit etlichen Rentnern, darunter auch der Prediger, der während dem Schwimmen beschwörend mit seinen Händen umherfuchtelte, rumschlagen mussten. Unser Plan, regelmäßig Planschen zu gehen, wirkt mittlerweile also wieder deutlich weniger amorph.
Dabei ist das Schwimmen nicht nur gut für den geschundenen Körper und in Atzes Fall sogar Teil einer ärtzlichen Anordnung, sondern auch eine prima Gelegenheit, lustige Menschen zu beobachten und was noch wichtiger ist, ihnen bescheuerte Namen zu geben. Am Beispiel des Predigers habe ich das ja schon ansatzweise illustriert, doch das war natürlich noch nicht alles. Neben diesem “Gesellen aus der Nasszelln” wurden innerhalb kürzester Zeit noch weitere Personen mit schönen Kosenamen belegt, darunter “Der Wal”, “Die Boje” sowie “Die alten 3″ und “Die jungen 3″. Die 3er-Gruppen waren übrigens nur kopfinterne Arbeitstitel, mit denen ich hantiert habe, ohne es dem Atze zu verraten, aber er wüsste, wer gemeint ist…
Achja, der realistische Termin wäre ja heute gewesen. Da hab ich mich wohl etwas verkalkuliert, aber egal die Schwimmgeschichte war doch auch schön.
…muss sich da ein Bahnangestellter heute morgen gedacht haben, denn die Zugverbindung, mit der ich heute unterwegs war, konnte wirklich gar nix. Dass man auf den Gleisen vor Rödelheim schon mal die eine oder andere Minute sinnfrei herumsteht, das kennt man als routinierter S5-Fahrer schon zu Genüge. Nachdem die Wartezeit aber schon im zweistelligen Minutenbereich rangierte (Vorsicht Bahnjargon!) wurde ich langsam hellhörig (zumal ich gleichzeitig auch meinen iPod ausschaltete). Aufgrund eines Weichenschadens kam der Zug nicht vorwärts und was wäre da naheliegender als rückwärts zu fahren? Hört sich nicht besonders praktikabel an, wurde aber dennoch knallhart umgesetzt und so fuhr ich also wieder zurück nach Oberursel, von wo aus ich dann mit U-Bahn erneut in Richtung Ffm starten konnte. Dank dieser Aktion brauchte ich tatsächlich 2 Stunden und 8 Minuten, um zur Arbeit zu kommen. Ein Traum!
Angesichts der Tatsache, dass ich schon wieder ein Wortspiel oder “pun”, wie der Angelsachse sagt, in meine Titelzeile eingebaut habe, glaube ich nun zu wissen, warum ich so gerne “punk rock” höre. Dazu folgendes aus dem Archiv von Mitch Clem:
CHURCH AND DESTROY:

Achja, ein realistischer Termin für die Fortsetzung des Kerbeberichts ist Mittwoch. Gute Nacht!